Fahrrad, Kaffe und weit oben

Ich ziehe die Tür hinter mir zu und laufe den Pfad entlang der durch unsere Bungalow-Anlage „Tropicana Resort“ führt. Das Yoga Center ist quasi direkt vor unserer Haustür. Die Decke zieren bunte Ornamente, Stoffstücke und Holzverkleidung. Blaue Matten liegen auf dem Boden und Jack Johnson, dann noch ruhigere Musik, klingen aus den Lautsprechern.
Hier passt Yoga hin, denke ich. Aus dem Fenster blickend kann man das morgendliche Treiben beobachten, links eine Baustelle. Trotzdem ist es ruhig. Um mich und in mir.

IMG_3221-001IMG_3366Gabi spricht mit entspannter Stimme und ich glaube so sollte (fast) jeder Morgen anfangen. Nach 90 Minuten springe ich nämlich zwei Geschäfte weiter und ein Sommerregen bricht aus. Alle Menschen um mich herum lachen. Ich bestelle ein Baguette mit Omelette und zwei Mango Shakes.
Zwei, weil Will heute Geburtstag hat. Dann sitzen wir auf der Treppe vor der Tauchschule und gucken dabei zu wie die Sonne sich wieder ihren Weg bahnt.
Ich leih mir ein Fahrrad aus und schnall mir die GoPro um. DCIM100GOPROGOPR0600.Wichtigste Regel im Straßenverkehr: Es gelten keine. Hier wird abgebogen wie jeder will, überholt wo kein Platz ist und alle paar Meter gehupt. Wenn man denn eine Hupe hat.
Ich trinke Iced Coffee, kaufe Armbänder, fahre kleine Straßen entlang und frage mich wie viele Melonen ich auf einmal transportieren kann.
Die Straßen sind gesäumt von Restaurants und Buden, von Strandhütten und Bananenpflanzen. Von Palmen, Rollern und Essensständen.
Ich finde zusammen mit Max, den ich irgendwo auf der Straße auflese, einen Palmenpark in dem Mönche zelten und nicht viel weiter stehen Häuser auf Holzstützen. Die Wäsche flattert leicht im Wind.
Weiter weg, immer der Straße entlang Richtung Mango View Point, kaufen wir für 20B thailändischen Kaffee mit Milch und braunem Zucker. Vor dem Haus sitzt ein Mann und raucht, es liegen Muscheln auf der Mauer und im Hintergrund läuft Raggae. Der Mann grinst und zeigt stolz seine schiefen Zähne. Wir sitzen da und gucken den Frauen gegenüber beim kochen zu. Hier ist Frieden.

DCIM100GOPROGOPR0621.Der Reis brät im Wok über der Feuerstelle, leise wird erklärt und ausgetauscht und ab und zu trifft uns eine der Blicke und wir lächeln.
Weiter oben kämpfen wir uns links über Stacheldraht zu unserem eigens ernannten View Point.DCIM100GOPROGOPR0609.Auf dem Weg dahin liegt Müll zu beiden Seiten. Etwas, das in Thailand immer wieder auffällt. Ein Land, das vielleicht noch nicht gelernt hat mit dem Tourismus umzugehen. Etwas, das mir neu ist so deutlich zu sehen. Und ich bin Teil davon.
Ich frage mich wie es hier in ein paar Jahren aussieht. Denke an die kochenden Frauen, an die Korallenriffe unter Wasser, an jede einzelne Plastiktüte die mir bis jetzt in die Hand gedrückt wurde und blicke aufs Meer hinaus. Noch ist es wunderschön.

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Was gibts zu tun?

  1. Fruit Shakes trinken, am besten die ohne Zucker gegenüber von Oceansound Dive+Yoga.

  2. Fahrrad oder Motorrad leihen und mehr sehen als nur seine eigene Straße.

  3. Yoga, wer mag.

  4. Freedom Beach, nicht weit von Oceansound.

  5. View Point nähe Freedom Beach. Die Welt von oben sehen, sich groß fühlen, dann auf den Rücken legen, Sterne gucken und sich klein fühlen.

  6. Nang Yuan Islands, zum Beispiel Morgens hin und eine Runde schnorcheln. Oder zwei, oder drei.

  7. Tauchen, tauchen, tauchen.

 

 

Ein Gedanke zu „Fahrrad, Kaffe und weit oben“

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