And eat and eat and eat

“In Vietnam rollen wir alles”, sagt Binh in Da Lat und rollt die Frühlingsrolle.
„Ich roll mich gleich nach Hause.“
Und das ist wirklich das Beste, was man in Vietnam tun kann. Und überhaupt. Was wäre reisen ohne essen? Was wäre das Leben ohne Pasta? Ohne Curry? Ohne Wassermelone?
Natürlich zieht keiner in die große weite Welt, nur um zu essen. Obwohl ich mir da nicht mal so sicher bin. Ich sehe mich nämlich schon Zuhause sitzen und denken „Jetzt wäre ich gerne in Bangkok in dem kleinen Restaurant und würde Tom Yum essen oder mir am nächsten Straßenstand Banh Mi zusammenstellen.“ Ob nun Hauptgrund hin oder her: Essen ist ein Muss. Egal wie man es dreht (oder rollt), keiner kommt daran vorbei.
Das kulinarische Da Lat
1.Banh Trang Nuong – Da Lat Pizza
Als wir „Happy Homestay“ verlassen, geht es nur ein kleines Stück den Berg runter. Laut Binh müssen wir unbedingt die Da Lat Pizza probieren und würde das in Deutschland nun jemand sagen, wüsste man ungefähr, was einen erwartet. Binh aber bleibt auf einmal mitten auf der Straße stehen und deutet auf winzige Plastikstühle die noch jede zuvor gesehene Größe unterbieten. Wir drapieren sie um das „Ding“ herum, das ein Grill ist- nur halt auf Vietnamesisch. Eine Betonschüssel also in der das Zeitungspapier schmort und die Kohle raucht und eine Frau mit angezogenen Knien dahinter sitzt und Pizza backt. Da Lat Pizza besteht aus Ei und Reispapier und wird frisch zu einem Kreis gegossen. Darauf schnibbelt die Vietnamesin Wurst und das was so grün ist, keine Angst, das ist nur Schnittlauch.
2.Nem Nuong – D.I.Y. spring rolls
Wer hätte gedacht, dass das so einfach ist? Einfach rollen, ehrlich, mehr muss man nicht. Salat, Minze, grüne Banane, Wurst, frittiertes Reispapier, Möhren und Gurken werden auf den Tisch gestellt. Dann noch Soßen (oft Erdnuss, oft Chilli) und natürlich das frische Reispapier. Beladen wie ein Wrap und eindrehen. Fertig.
3.Chè- Vietnamese desert
Könnten Mangas essen, sie würden Chè schon frühstücken. Das Desert besteht aus Gele, Kokosnussmilch, Sticky Rice, seltsamen Bohnen und allerlei anderem Süßzeug. Wenn das nicht Klischee asiatisch ist, dann weiß ich auch nicht. Gibt es fast an jeder Straßenecke in unterschiedlichen Versionen. Unbedingt einmal zu den Locals quetschen und auslöffeln.
4.Vietnamesischer Bäcker
Wer schonmal in Australien war, kennt und liebt sie. Wer allerdings Vollkornbrot erwartet, liegt falsch. Hier ist alles aus Zucker, selbst wenn es herzhaft ist.
5.Vietnamesischer Kaffee
Wer hätte gedacht, dass so etwas existiert? Für alle Kaffeeliebhaber und auch für solche, die jetzt das Gesicht verziehen: Wer in Vietnam war und keinen Cap he getrunken hat, ist nicht wirklich gereist. Die Vietnamesen sitzen zu jeder Tageszeit am Straßenrand und lassen den Kaffee durchtröpfeln. Der Geschmack ist einzigartig, bitter und süß, voll und klebrig. Auch mit süßer Kondensmilch oder Iced zu haben.
6. Pho (suppe mit Beef)
Eine Suppe mit Reisnudeln, oft auch mit Sojasprossen, Gewürzen und meistens mit Rind. Wer Geld sparen möchte und das richtige Vietnam kennenlernen, setzt sich morgens bitte in eines der miesesten aussehenden Straßenrestaurants und schlürft die Suppe mit den schmatzenden Einheimischen zusammen. Hier ist es egal, ob die Nudeln zum hundertsten Mal die Stäbchen verlassen und die halbe Brühe auf deinem Shirt landet. Meist wird dir zur Pho noch reichlich Salat oder Minze, Chilli und Limette gereicht. Einfach von allem was reinwerfen. Mehr als 1,50 Euro solltest du dafür nicht bezahlen müssen und irgendwann kann man fast gar nicht mehr ohne. Auch nicht morgens.
7.Sua bap
Heiße Milch mit Honig als Kind geliebt? Dann lauf Abends durch Da Lat und kauf dir Sua bap. Hier ist es nämlich cool heiße Milch mit unterschiedlichen Geschmackssorten zu trinken. Wir lieben die mit „Corn“ (Mais). Perfekt als Nachtisch, der nicht so schwer im Magen liegt und dich auch nicht an Mangas denken lässt.IMG_4760 IMG_4780Das kulinarische Hoi An

1.Der Markt

Lunchtime. Wer den ganzen Morgen mit dem Fahrrad die Stadt erkundet, will was essen. Möglichst günstig, möglichst gut. Der Markt in Hoi An ist perfekt dafür. Wir haben es genossen. Die paar Essensstände sind übersichtlich und es ist nett dort zu sitzen und dem Treiben und Kochen zuzusehen. Du kannst dir Reis mit verschiedenen Zutaten zusammenstellen, Fruit Shakes trinken, Frühlingsrollen drehen und dir aus den Karten vietnamesische Spezialitäten wie „White Rose“ herauspicken. Und das alles für 1 bis 2 Euro. Herrlich. Also rauf auf die Metallbänke und ausprobieren!

Wenn man Glück hat, verständigt man sich mit Händen und Füßen, lacht viel und bekommt zum Schluss noch begeistert das helle Pfötchen geschüttelt.

2.Nu Eatery
In einer kleinen Seitengasse auf einem winzigen Balkon sitzen und auf Wäscheklammern und bunte Lichter blicken, während man mal etwas andere (auch etwas teurere) Reisgerichte probiert? Geht in „Nu Eatery“. Essen schmeckt sehr gut und das Ambiente ist ein Muss für die Chiller und Gassenliebhaber unter uns.
3.Am Fluss (Cha Laou)
Streetfood 2.0
Richtung Brücke gibt es günstiges Streetfood, auch den vietnamesischen Klassiker “Cha Laou” für wenig Geld aber mit kleinen Holztischen am Fluss. Schön!
4.The Chef Dachterrasse
The Chef ist ein Restaurant über einem Buchladen. Was man von unten nicht sieht: es gibt eine Dachterrasse von der man über die Dächer Luang Prabangs blicken kann. Außerdem gibt es Krabbenchips oder Erdnüsse zu den Getränken. Fetter Bonus.
5.May Concept
May Concept liegt direkt gegenüber von „Nu Eatery“. Genau wie dort überzeugt hier die Atmosphere. Nicht viele Touristen verirren sich hierher. Es ist ruhig, die Klangspiele wippen im Wind und der Kaffee schmeckt gut. Einziges Manko: Fruit Shakes sind eindeutig zu klein.IMG_4018 IMG_4024 IMG_4027 IMG_4032 IMG_4061 IMG_4072 IMG_4075 IMG_4080 IMG_4142 IMG_4172
Das kulinarische Hanoi.
1.Cha Cha
In Hanoi ist die Hölle los. Abends trauen wir uns auf die Straße und probieren das berühmte „Cha Cha“. Besucht man das Restaurant (es gibt nicht viele davon), bleibt einem auch gar nichts anderes übrig, denn es gibt dort nur dieses eine Gericht. Die Speisekarte dient lediglich der Getränkewahl.
Herd und Zutaten kommen auf den Tisch, dann kann es losgehen. Wie das genau funktioniert, so fragt man sich als rot anlaufender Tourist, erfährt man schon irgendwie. Man muss nur einmal verwirrt zum Nachbartisch schielen, schon steht der Kellner neben einem und nimmt einem die Stäbchen aus der Hand.
2. Ist das Beef, Chicken oder Pork?
Ganz ehrlich? Man weiß es nie. Vielleicht ist es Hund.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>