Krabi

Geh‘ nicht nach Krabi, haben sie gesagt.
Das ist ein Drecksloch, haben sie gesagt.

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Ich stehe auf dem Nachtmarkt und gucke dabei zu, wie ein alter Thai liebevoll kleine Teigklekse auf die Herdplatte gibt und sie mit regelmäßigen Bewegungen verteilt. Er lächelt nicht, aber strahlt mit jedem Strich und jedem Kleks eine solche Ruhe aus, dass ich ewig dort stehen könnte.
Seine eigene kleine Mofa-Essensstand-Welt und ich in Krabi. Als hätte man eine Glasglocke über uns gestülpt. Wir sind hier, weil unser Flug nach Chiang Mai morgen geht. Untergekommen in Chan Cha Lay, nachdem das Pak-Up-Hostel nichts mehr frei hatte. Beide empfehlenswert und unser Guesthouse eingerichtet, als wäre man an der Nordsee. Keine Ahnung ob das nun wirklich so toll ist, wenn man darüber nachdenkt. Vielleicht hätten wir doch „Work and Travel in Holland“ machen sollen, wie Großeltern es vorschlagen. Ein Stück Nordsee in Thailand ist dann aber doch noch ein bisschen was Anderes. Unten ist ein kleines Café und die Besitzerin schreibt mir sorgfältig „Hallo“ auf thailändisch auf meine Postkarten.
Mag sein, dass Krabi ein Drecksloch ist, aber alle Menschen lächeln und das Essen schmeckt gut. Ich stelle mich neben einen der vielen Essensstände auf dem Nachtmarkt und filme die Frauen dabei wie sie heiße Pfannen balancieren und das Feuer an dem Eisen leckt. Die Zutaten liegen in bunten Farben herum und die kleine Pfannekuchenwelt des alten Thais vergräbt sich irgendwo in einer Ecke meines Reiseherzens.
Ich hab schon immer gewusst, dass Dreck auch ganz schön sein kann.

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